Kinder-Geschichte/Quaks Abenteuer
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Kinder-Geschichte
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Quaks Abenteuer im Wald  
       

Quak`s Abenteuer im Wald                 hören


Es war einmal ein Frosch der hieß Quak. Er lebte am Rande eines Tümpels, der in mitten eines kleinen Waldes lag. Das Wäldchen war voller Leben. 
Quak wohnte unter einer großen alten Eiche, die am Ufer des Wassers stand.
Seine Nachbarn waren Moritz das Eichhörnchen, Pilli der Regenwurm, Klopper der Hase, Willi der Dachs und viele andere Tiere. Sie alle lebten fröhlich und ohne Sorgen in den Tag hinein.
Quak galt bei den Tieren in seiner Nachbarschaft als etwas seltsam und verschroben.
Er glaubte z.B. daran, dass die Menschen den Tieren im Wald nichts böses wollten. Ganz im Gegensatz zu den anderen Tieren, die schnell die Flucht ergriffen, wenn ein Mensch auch nur von weitem zu sehen war. Quak konnte das nicht verstehen. Niemals hatte ihm einer etwas zu Leide getan. Seine Nachbarn sagten, das läge nur an seiner grün-braunen Hautfarbe. Damit ist er auf dem Waldboden kaum zu erkennen. Hätte er nicht seine Tarnfarbe, so meinten sie, würde er schon längst seine schlechten Erfahrungen gemacht haben.
Quak tat das alles als dummes Geplapper ab. So kam es oft zu Diskussionen, bei denen Quak nicht müde wurde seinen Meinung zu verteidigen.
Eines Tages hüpfte er vergnügt durch den Wald. Die Bäume rauschten leise im Wind, die Sonne strahlte und es war herrlich warm. Er genoss sein Froschleben, grüßte hier, grüßte dort und hielt gelegentlich ein kleines Schwätzchen.
Er war guter Dinge, als er von weitem ein kleines Mädchen sah, das ebenfalls fröhlich durch den Wald hüpfte.
Quak stand ganz still, überlegte, beobachtete und kam zu dem Schluss, das heute sein großer Tag war. Das war die Gelegenheit allen zu zeigen wie die Menschen wirklich sind. Heute würde er die leidigen Diskussionen ein für alle mal beenden.
Schnell verkündete er: „seht alle her, ich werde euch zeigen wie man mit den Menschen umgeht!“
Seine Freunde und Nachbarn waren schon lange in ihren Verstecken, aber gehört hatten sie ihn alle.
Unzählige Augenpaare beobachteten ihn. Quaks große Stunde war gekommen. Er hüpfte mutig auf den Weg, der sich durch den Wald schlengelte, das Kinn in die höhe gestreckt setzte er sich in die Mitte des Weges und wartete.
Das Mädchen kam näher. Es wurde größer und größer. Er hatte die Menschen immer nur von weitem gesehen. Das sie so groß sind hatte er nicht gedacht. Das Mädchen hüpfte von einem Bein auf das andere. Ehe Quak sich versah, donnerte wenige Zentimeter neben ihm ein riesiger Fuß auf, der die Erde unter ihm erbeben ließ. Ein schauern und zittern lief Quak über den Rücken. Er schluckte trocken. Die anderen Tiere hielten den Atem an. Ihr zweiter Fuß ließ den Boden abermals erbeben. Dann war plötzlich Stille.
Quak drehte sich um und sah in zwei riesige Augen. „ Wer bist denn Du “, dröhnte es ihm entgegen? „ Beinahe hätte ich Dich zertreten!“ Das Mädchen nahm ihn vorsichtig in die Hand und hob ihn auf. So hoch wie in diesem Moment war Quak noch nie gewesen. Die Geschwindigkeit mit der es in die Luft ging, machte ihn schwindelig.
Das Mädchen sah ihm tief in die Augen. „ Bist Du vielleicht ein verwunschener Prinz?“ Quak blieb die Spuke weg, die Stimme dröhnte in seinen Ohren. „ Dann muss ich dich jetzt küssen“, sagte das Mädchen, hob ihn höher und drückte vorsichtig ihre gespitzten Lippen auf seinen Rücken. Einen Moment schaute das Mädchen ihn mit großen Augen an, dann schrie es los. „ Was, du bist gar kein Prinz? Mich so rein zulegen. Dafür kommst du in die Suppe!“ Sie packte ihn mit festem Griff und lief davon. Hinaus aus dem Wald.
Quak wusste nicht wie ihm geschah. Alles ging so schnell. Warum tat sie ihm so weh, er hatte doch nichts getan? Wohin lief sie mit ihm? Er wollte nicht weg aus dem Wald. Hier war er zu Hause, das musste das Mädchen doch wissen! Er zappelte und strampelte. Es half nichts, der Griff umklammerte ihn nur noch fester. Er bekam kaum noch Luft.
Quak wurde verschleppt. Aus dem Wald hinaus, zu den Menschen mit ihren Häusern aus Stein und Glas. Vor einem Haus blieb das Mädchen stehen. Sie stieß die Tür auf und lief in die Küche. Dort setzte sie einen Topf voll Wasser auf den Herd. Noch immer hatte sie Quak fest im Griff, obwohl er sich schon längst nicht mehr wehrte. So etwas komisches sah Quak zum ersten mal. Beinahe musste er lachen. Überall standen tote Gegenstände herum. In allen Farben, manche bewegten sich und von irgendwoher hörte er Musik.
Das Mädchen schien ihn nicht zu beachten, sie hielt ihn nur fest in der Hand. Nach kurzer Zeit sah Quak das Nebel aus dem seltsamen runden Gegenstand kam, den das Mädchen vorhin an seinen Platz gestellt hatte. Plötzlich packte sie Quak an einem Bein und hielt ihn über den Topf, in dem das Wasser brodelte und kochte. Quak spürte wie ihm der heiße Dampf weh tat. Er nahm ihm den Atem. Quak fühlte,das es jetzt um alles ging.
Warum das Mädchen so gemein zu ihm war verstand er nicht, aber es war ihm nun auch egal.. Er zappelte und strampelte so heftig wie er nur konnte.
Mit soviel Gegenwehr hatte das Mädchen nicht gerechnet. Sie ließ ihn los und sah noch, wie er im Wasserdampf verschwand.
Quak war aber nicht in den Topf gefallen. Er hatte so sehr gestrampelt, das er neben dem Topf landete. Das zu begreifen brauchte er nicht lange. Er hüpfte davon, so schnell wie er noch nie gehüpft war.
Das Mädchen dachte er wäre in den Topf gefallen. So bemerkte sie nicht , das Quak schnell aus dem Haus verschwand. Zurück in den Wald.
Seien Freunde hatten gedacht, das sie Quak nie wieder sehen würden. Um so größer war die Freude als er wieder am See im Wald erschien. Völlig erschöpft, aber froh heil zu Hause zu sein.
Von nun an waren die Menschen kein Thema mehr ,um das sich die Tiere streiten musste.